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New York – Das Ende

Washington, Niagara Fälle, New York City
09.11.2012

Hier waren wir!

Mit Florida haben wir wohl auch die Hitze hinter uns gelassen und sind quasi über Nacht in den Herbst gerutscht. Bei noch milden Temperaturen nahmen wir Washington unter Beschlag, Regierungssitz der USA und Denkmals-Stadt im großen Stil. Mit angebrachtem Respekt bummelten wir entlang zahlreicher Kriegsgräber, begutachteten die vielen Werke zur Erinnerung vergangener Zeiten und versuchten am Weißen Haus den Präsidenten vor die Linse zu bekommen – vergebens. Vergebens war auch der Plan unsere Eltern anschließend in New York vom Flughafen abzuholen, Hurrikan ‘Sandy’ war mit Saus und Braus im Anmarsch. Bretter vor den Fenstern, aufgeschütteter Sand am Meer, gesperrte Flughäfen und der Ausnahmezustand in mehreren Staaten an der Ostküste zeugten von der Ernsthaftigkeit. Flüge, Pläne und viel Vorfreude gingen auf unbestimmte Zeit verloren… Enttäuscht flüchteten wir alleine und vom Winde verweht zu den schön-herbstlichen Niagara Fällen. Für eine weitaus bessere Sicht auf die Fälle spazierten wir zu Fuss über die Brücke nach Kanada. Vor Ort bot sich uns ein spektakuläres Bild. Unglaubliche, schier endlose Massen stürzen sich donnernd den Hang hinunter und verschwinden schließlich im aufbrausenden Wassernebel. Touristen aus aller Welt strömen herbei um Zeuge dieses einzigartigen Naturwunders zu sein, Bianka’s liebste Eichhörnchen inklusive. Wir genossen Natur und Schauspiel und machten uns auch zeitig wieder auf den Weg Richtung Küste. Der Hurrikan hatte sich letztlich selbst ausgepustet und etwas verspätet war es nun an der Zeit endlich unsere Eltern in Empfang zu nehmen, nach zwei Jahren zu umarmen und zu spüren. Willkommen in unserer Welt! Nach einem herzlichen Empfang und mit dem einen oder anderen feuchten Auge machten wir uns fröhlich, aufgedreht und voller Euphorie auf in ein paar Tage gemeinsamen Urlaubs. Das Ziel war nicht irgendeins, es war das Highlight und die letzte Station unseres zweijährigen Traums. Bitte anschnallen, letzter Halt: Megastadt New York! Nach Verabschiedung unseres geliebten Campervans und mit ungewohnter Verstärkung tauchten wir ab in die Stadt, die niemals schläft. Zwischen Katastrophen-Tourismus, Starbuckskaffee, Taxis und New Yorker Hektik blieb keine Zeit zum Durchatmen. Eine Reizüberflutung vom Feinsten: Eilige Massen auf zu engen Gehwegen, Hupkonzerte und Staus auf überfüllten Straßen, heulende Einsatzfahrzeuge in den Häuserschluchten und eine abendliche Lichterflut am Times Square hielten uns ganz schön auf Trab. Gnadenlos verschwanden wir mit unserer ungeübten Begleitung zwischen den gläsernen Megabauten und liefen Strecken, von denen Marathonläufer nur träumen. Wer in den Menschenströmen stehen bleibt, geht unter.
Deutlich sichtbar waren die Hinterlassenschaften des Hurrikans von der sich die Stadt nur langsam zu erholen scheint. Davon ließen wir uns aber nicht abschrecken und Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Empire State Building, die Freiheitsstatue, die Baustelle des neuen World Trade Centers, die New Yorker Börse oder der Central Park wurden ausgiebig unter die Lupe genommen. Unseren Besuch aus der Heimat haben wir nach einigen gemeinsamen Tagen wieder verabschiedet um unseren 6. Jahrestag und das Finale unserer großen Reise mit einem Musicalbesuch am Broadway zu feiern. Die Metropole New York mit seinen unglaublichen Ausmaßen und seiner Lebendigkeit gab uns ein wahrliches Highlight zum krönenden Abschluss. Rechtzeitig zum frühen Wintereinbruch werden ein letztes mal die Koffer gepackt.

Am Samstag den 10. November 2012 endet mit unserer Landung in Berlin nach über 850 Tagen unsere kleine Geschichte einer großen Reise. Eine Geschichte vom Drang in die Ferne, Mut und einer starken, emotionalen Bindung. Eine Geschichte von den unterschiedlichsten Begegnungen, Menschen, Eindrücken und Erfahrungen. Eine wahrliche Reise unseres Lebens, Erlebnisse die uns prägen, uns leiten und um die uns niemand mehr berauben kann…
Wir bereuen es nicht, damals diese Entscheidung und diesen Weg eingeschlagen zu haben. Ein Ausbruch aus dem Alltag öffnete die Augen und erweiterte den Horizont. Wir werden für immer mit einem Lächeln auf diese Zeiten zurückblicken und mit Bianka an meinem Herzen war ich überall zuhause, ich bin so stolz auf uns und liebe dich!

Mit Veröffentlichung dieses letzten Artikels endet auch die Fortführung des Blogs. Ich danke allen, die unserer Dokumentation gefolgt sind – für euch haben wir es letztendlich gemacht. Danke für die zahlreichen Einträge und der Teilnahme.

Es ist an der Zeit, wir kommen nach Hause…!

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Florida

Panama City, Key West, Miami, Orlando
19.10.2012

Hier waren wir!

Ist man sich direkt nach dem Duschen nicht sicher, ob es nur das Wasser oder neuer Schweiß auf der Haut ist, dann weiß man zumindest wo man sich befinden könnte… z.B. in der größten Freiluftsauna der USA: heisser, schwüler, Florida! Mit hochgelobter Klimaanlage im Dauerbetrieb versuchten wir vergeblich der drückenden Hitze zu entfliehen und suchten auf Campingplätzen und Stränden die erlösende Erfrischung. Vergeblich. Der Golf von Mexiko ist nur für drei Dinge gut: zum Muscheln sammeln, sich von fiesen Insekten stechen lassen oder zum Nudeln Kochen (dauert dann aber etwas mehr als 8 Minuten). Also wurde mit frostiger Unterstützung aus dem Auto, der jagenden Sonne im Nacken und einer gepunkteten Frau an der Seite weitergefahren. Und so fuhren wir die weniger spektakuläre Westküste Floridas entlang, vorbei an den immer grünen Everglades mit seinen Alligatoren bis hinunter zu den Florida Keys, eine Inselkette am südlichsten Punkt der USA. Dort haben wir uns für einige Tage niedergelassen und die Ruhe, sowie die abendlichen Gewitter aus der Ferne genossen. Anschließend ging es nördlich die Ostküste wieder hoch zur Stadt, in der Strandkultur und Reichtum besonders groß geschrieben werden… Miami! Das Wort “dick” hat schon immer recht gut zu den Amerikanern gepasst, in Miami sind es die dicken Autos, dicke Brieftaschen und dicke Brüste. Auffallen und zeigen was einem der Arzt oder sonst wer gegeben hat, so lautet die Devise! Interessiert schlenderten wir die Promenade entlang, wärmten uns im Meer auf und nahmen mehr Sonne auf, als unserer Haut lieb ist. Optisch könnten wir unseren eigenen Indianerstamm gründen! Weiter ging es wie gewohnt mit dem Meer zu unserer Rechten und vorbei am, für seine Raketenstarts berühmten, Cape Canaveral. Halt machten wir in Orlando. Orlando steht für Mickey Maus, Wasserparks und Achterbahnen. Entschlossen haben wir uns für Letzteres und uns bei den steilsten, schnellsten und feuchtesten Attraktionen die Kehle aus dem Leib gejodelt und sind in die mystische Welt von Harry Potter abgetaucht. Modernste Achterbahnen mit den neuesten Technologien raubten uns Geld, Adrenalin und die Fassung, doch das war es Wert! Noch mit dem Herz in der Hose düsten wir zum Daytona Beach, bekannt für seinen kilometerlangen, befahrbaren Strand und Motorsport jeglicher Art. Völlig überrascht wurden wir mit einer öffentlichen Flugshow am Strand. Einige andere hatten das wohl auch mitbekommen und so machten es sich gefühlte 3,8 Millionen Menschen am Strand bequem. Donnernde Kampfjets ließen die Luft beben und knatternde Propellermaschinen zogen ihre Schleifen, mit dabei natürlich reichlich Sonne um nochmal das Rot aufzufrischen. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes dahin geschmolzen. Daytona Beach gab uns ein schönes Highlight zum Abschluss Floridas.

Unser Reiseplan zieht uns weiter nördlich wo uns der Winter Stück für Stück mit offenen Armen empfangen wird. In nur knapp zwei Wochen geht es vom Hochsommer in die Kälte und für Heimgebliebene vielleicht nicht zu verstehen, aber: Wir freuen uns darauf!
Und nicht nur darauf freuen wir uns, denn in nicht einmal zwei Wochen treffen wir nach über zwei Jahren unsere Eltern in New York wieder, lassen Sie etwas teilhaben an unserer Reise und besuchen zusammen die Niagarafälle. Mit diesem tollen Finale wird dann schließlich unser Reiseabenteuer enden und die Koffer entgültig ausgepackt… aber vorher gibts noch einen Artikel, einen Allerletzten…

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Südstaaten

Nevada, Arizona, New Mexico,Texas, Louisiana
01.10.2012

Hier waren wir!

In nur knapp 4,5 Stunden sind wir voller Vorfreude von Los Angeles zu unserem nächsten Stop gebraust. Mit jeder Meile in Richtung Sündenstadt stiegen merklich die Temperaturen und uns wurde noch einmal bewusst, wo das schöne neue Fleckchen liegt… nämlich in der Wüste von Nevada! Und da waren wir nun, in Las Vegas, wow! Ein einziger, gigantischer Vergnügungspark in einem funkelnden Lichtermeer das Seinesgleichen sucht. Sowas sieht man nicht alle Tage und Sonnenbrillen kann man hier auch Nachts gut gebrauchen. Die Sonne verschwand zeitig, die Hitze jedoch blieb und die Straßen füllten sich bis zum Maximum. Bei schwüler, dichter Luft mischten wir uns unter die Massen von spielfreudigen Touristen und klapperten ein Hotel und Kasino nach dem Anderen ab. Diese dienten ebenfalls als übergroße Kühlschränke um uns von Zeit zu Zeit aus dem Garzustand zu nehmen. Mit den aufwändigsten Bauten, Dekorationen und Innenausstattungen vom Allerfeinsten wurde in Las Vegas nicht gespart. Jedes Hotel lockt mit seiner eigenen, faszinierenden Aufmachung. Touristen kommen zum Zocken in die Kasinos und versuchen ihr Glück wieder und wieder. Wenn es nicht klappt, dann wieder! Hier fließt spürbar das Geld, Gewinner sind meist die Hotels. Auch wir konnten nicht widerstehen und glücklicherweise Positives verzeichnen. Man muss nur wissen, wann man aufhören sollte und so waren drei Tage Las Vegas auch genug und wir zogen weiter… Noch immer mit bunten Lichtern in den Augen erreichten wir den nächsten Ort der Superlative. Etwas östlich von Las Vegas erstreckt sich der Grand Canyon in unvorstellbarer Größe! Ein gigantischer Riss im Erdreich, geformt vor vielen Millionen von Jahren allein durch die Kräfte von Mutter Natur. Mutti ist die Beste, immer schon gewesen. Das zeigte sich auch bei unserem nächsten Halt. Durch Indianerreservate und etwas Abseits vom Schuss gerieten wir in das Monument Valley. Auch hier hat sich Mutti ordentlich Zeit gelassen um diese wunderschönen und überraschend riesigen Tafelberge zu formen. Heimat der Indianer, Wild-West Filme und der Marlboro Zigaretten. Über das gemütlich-scharfe Santa Fe mit seinen Lehmgebäuden fuhren wir nach Houston um allerlei Interessantes um die vergangene und aktuelle Raumfahrt zu erfahren. Im Space Center der NASA blickten wir hinter die Kulissen, betrachteten riesige Raketen, das Spaceshuttle und um die Unsterblichkeit zu erlangen durften wir auch echtes Mondgestein berühren. Zu Biankas Geburtstag ging es nach New Orleans, bekannt durch kulinarische Höhepunkte, dem historischem Stadtkern und dem Hurrikan “Katrina”, von dem sich die Stadt immer noch zu erholen scheint. Bei deutscher Küche und einheimischem Süßgebäck schlemmerten wir uns durch den Geburtstag, genossen die vielen Straßenmusikanten und den touristischen Trubel. Und weil’s so schön heiss ist und wir schon Entzugserscheinungen bekommen, machen wir uns auf Richtung Sand, Strand und Palmen… Auf geht’s nach Florida!

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Kalifornien

San Francisco, Yosemite National Park, Santa Monica, Los Angeles
19.9.2012

Hier sind wir!

Willkommen in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Und genau diese wollen wir ausschöpfen, die USA auf unserer Heimreise so gut es geht aufsaugen, ohne Gnade. Das Wort “groß” gibt es hier nicht, es heißt “grösser”. Das fängt schon mit der Warteschlange beim strengen amerikanischen Zoll an. Doch nach endlos langen Flügen hat uns das auch nicht mehr gestört, müde, zeitlig verwirrt und wie Zombies haben wir auch diese Prüfung überstanden und sind schließlich in San Francisco angekommen. Ausgeschlafen, frisch und munter wanderten wir am nächsten Tag kreuz und quer durch die hügeligen Strassen der Stadt, genossen die Attraktionen am Hafen und erfreuten uns an den vielen schrägen Persönlichkeiten die diese Stadt den typischen Charakter verleihen. Ein Besuch im berüchtigten Gefängnis auf Alcatraz und eine Begutachtung der riesigen und nicht-goldenen Golden Gate Bridge waren ebenfalls ganz oben auf unserer Liste. Das Highlight war die Entgegennahme unseres Campervans und zuhause für die nächsten zwei Monate. Ganz im amerikanischen Sinne: viel Platz, viel Hubraum, viel Benzin. Mit viel Freude über den ungewohnten Luxus auf Rädern verliessen wir das charmante San Francisco Richtung Wildnis. Und wild wurde es ganz gewiss! Neben dramatischen und atemberaubenden Landschaften soweit das Auge reicht, mussten wir auch stets vor Bären und Berglöwen auf der Hut sein. Die gesamten Lebensmittel inklusive Hygieneartikel mussten Raubtiersicher verschlossen werden. Und um die süßen Eichhörnchen vor Bianka zu schützen, musste auch sie die Nacht im Käfig verbringen. So erforschten und genossen wir Lake Tahoe und den Yosemite Nationalpark bis es nach einigen Tagen der vernebelten Küste entlang zur Stadt der Engel ging. Über den Nobelort und Touristenstätte Santa Monica erreichten wir mit großen Erwartungen die Stadt der Filme und Stars, Los Angeles. Mithilfe von hier lebenden Freunden nahmen wir L.A. mit lokaler Unterstützung auf und merkten recht schnell, das es doch mehr Schein als sein ist und der Name Traumfabrik ganz passend zutrifft. Links dröhnen die PS starken, deutschen Edelkarossen die Strassen auf und ab und rechts verwahrlosen und betteln die, die nichts vom Kuchen abbekommen haben. Ein scheinbar alltägliches und normales Bild. Der Kontrast ist so hoch wie die stickige Hitze. Die, mit den größten Stücken vom Kuchen schirmen sich hinter meterhohen Hecken ab. Wichtig scheint nur, wie es im Fernsehen rüberglitzert. Gleiches Bild am berühmten Venice Beach, bei knapp 40 °C strampelten wir mit dem Tandem am gelben Sandstrand entlang und zählten mehr Leid und Obdachlose als irgendwo zuvor. Bei original Berliner Currywurst genossen wir ein Stückchen Heimat an unserem letzten Abend und danken unseren Freunden für die Gastfreundlichkeit.
Wir verlassen Los Angeles Richtung Ostküste, ein weiter Weg liegt vor uns, nächster Stop ist die Stadt der Sünde und der Lichter… Las Vegas!

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Perth – Die letzten Tage

Perth City, Fremantle Esplanade Hotel, Pure Bar
29.08.2012

Klick hier und sehe wo!

Knapp ein halbes Jahr haben wir in unserem kompakten Apartment in Perth verbracht, Erfahrungen in unseren Berufen gesammelt und einen regelrecht normalen Alltag gelebt. Kinobesuche, kulinarische Ausgänge, Sport und Freunde brachten uns zur Ruhe und ließen uns die letzten Monate in diesem wunderbaren Land genießen. Fremde wurden zu Vetrauten und schliesslich teil unserer Familie, wir danken mit vollem Herzen und gehen mit wunderschönen Erinnerungen.

Sorgfältig und wohl kalkuliert haben wir derweil unsere Rückreise nach Deutschland organisiert und uns dazu entschlossen, einen nicht ganz so kleinen Umweg über die Vereinigten Staaten von Amerika zu machen. Für etwa zwei Monate werden wir im Anschluss an Australien von San Francisco aus das amerikanische Festland durchkreuzen und Städte wie Los Angeles, Las Vegas, Miami, Washington und New York genauer unter die Lupe nehmen. Es wird unser letztes großes Highlight in unserem Reiseabenteuer und nach einer gefühlten Ewigkeit wird im November schließlich wieder Heimatluft geschnuppert.

Als wir 2010 in Sydney gelandet und zum ersten mal australischen Boden betreten hatten, war der Himmel grau, das Wetter ausladend und Regen war nicht das Einzige was von der einen oder anderen Wange tropfte. Das solls nun sein? Zwei ganze Jahre lagen vor uns und Down Under hat uns nicht gerade herzlich begrüßt. Doch getreu dem deutschen Ruf mit seinem organisatorischen Talent haben wir uns ein Abenteuer zurecht gepflastert von dem viele nur zu träumen wagen. Man kann es auch Glück nennen, das sich letztendlich alles so ergeben hat, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Frage ob es jetzt zurück, oder doch voran geht wird die Zeit zeigen. Australien mit all seinen Bereicherungen kann uns zumindest keiner mehr nehmen. Zwei Jahre sind rasch vergangen, zwei Jahre im Schein der Sonne, zwei Jahre unbeschwerte, australische Kultur, zwei Jahre unseren Traum gelebt. Der Traum in eine entfernte Welt abzutauchen, ein anderes Leben zu leben und komplett auf eigenen Beinen zu stehen. Australien zerplatzt am Ende über uns wie eine große Seifenblase, Tropfen der Erinnerungen sowie Erfahrungen haften uns an und werden unseren Horizont für immer erweitern!

Danke Australien, du wirst für immer in unseren Herzen und ein ganz besonderer Abschnitt unseres Lebens bleiben! Mit einem tiefen Gefühlsmix aus Traurigkeit, Aufregung, Vorfreude und definitiv einem feuchten und einem lachenden Augen werden wir erneut unsere Koffer packen und unsere Neu-Heimat verlassen… und eines Tages… kommen wir wieder!

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Northern Territory

Wyndham, Lake Argyle, Litchfield Nationalpark, Darwin, Alice Springs
30.08.2011

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Die Sonne brennt erbarmungslos und keine Wolke wird geduldet. Der Motor dröhnt ohne Pause, die Fenster sind verschlossen und zum “Kühlen” bläst uns lauwarme Luft entgegen. Der Schweiß hält uns fest in den Sitzen. Tag für Tag… der Weg abseits der erfrischenden Küste durch trockenes Inland hat so seine Tücken. Erlebnisreiche und wohltuende Entschädigungen folgten aber prompt und in zahlreichem Maße!
So erspähten wir leicht verwirrt die australische Version der chinesischen Mauer, begutachteten Krokodile sowohl in Gefangenschaft als auch in freier Natur mit respektvollem Abstand und wurden überwältigt von atemberaubenden Aussichten an einem gigantischen Stausee. In paradisischen Oasen genossen wir wunderschöne Wasserfälle sowie warme, kristallklare Frischwasserquellen inmitten des dichten Dschungels und blickten hinauf zu den Spitzen der meterhohen Termitenhügel. Unsere täglich aufgeheizten Körper führten uns schließlich zur Küste und Hauptstadt des Nordens, nach Darwin. Amüsant entdeckten wir, dass aus Sicherheitsgründen nicht, wie gewohnt, im großen Teich geplanscht wird, sondern in künstlich angelegtem Gewässer direkt am Meer! Wir verließen das überschaubare, kleine und verschlafene Küstenstädtchen nach kurzer Zeit wieder um wahre Outback-Luft zu schnuppern und um das nächste, wichtige Reiseziel anzusteuern. Kurz Halt auf der Strecke machten wir für einsame Kamele, Millionen Jahre alte Felskugeln und für den kuriosen Daily Waters Pub, eine australische Kneipe im Nirgendwo mit so einigen merkwürdigen Hinterlassenschaften der Vorbeifahrenden. Anschließend ging es mit dem Strom aus Reisenden aller Länder begleitet von natürlichen Buschbränden, liegen gebliebenden Weggefährten aus vergangenen Generationen und ausgetrockneten Flussläufen schier endlos auf dem heißen Asphalt von Darwin Richtung Süden in das rote Zentrum zum Herz Australiens, dem Ayers Rock.
Majestätisch anmutend und unerwartet hoch schiebt sich das warmrote Sandgestein empor und gilt als verdient stolzes Wahrzeichen der Australier. Auch wir sind auf Anhieb gefesselt, erkunden neugierig die vielen schluchtenartigen Ecken am Fuße des Berges und staunten über 3000 Jahre alte Wandmalereien der Ureinwohner.
Der weite Weg abseits vom Schuss hat sich allemal gelohnt, der Van war in dieser Zeit “nur” 2x in der Werkstatt und bringt uns nun mit voller Zuversicht zurück zur Zivilisation nach Cairns an die lebendige Ostküste. Seit nun einem Jahr erleben wir Australien in vollen Zügen und so neigt sich auch die Kontinentumrundung und somit das Reisen dem Ende zu! Der finale Abschnitt unseres Abenteuers ist zu bewältigen, ein letztes Mal stürzen wir uns voller Begeisterung in aufregendes, neues Terrain und freuen uns auch dieses mal darauf Unentdecktes zu entdecken und Erlebnisse zu erleben…

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Coral Coast

Geraldton, Kalbarri, Monkey Mia, Exmouth, Broome
01.08.2011

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Nach dreimonatiger Abstinenz und mit einigen Talerchen mehr in der Tasche ging es endlich wieder zurück auf die Straße, zurück in unser rollendes Zuhause und wir setzten fort, weswegen wir hergekommen sind, die Eroberung des roten Kontinents. Rasch fanden wir zurück in alte Gewohnheiten und Umstände und geniessen nun wieder die endlose Freiheit die sich uns bietet. Noch immer im Westen und größten Bundestaat Australiens kämpfen wir uns tapfer Richtung Norden in die Tropen, widerstehen Hitze, der brennenden Sonne (welche unser Haar erblonden lässt), nähe suchenden Fliegen und überteuerten Preisen! Zur Entlohnung trumpft der Westen erneut so richtig auf und zeigt sich von seiner allerschönsten und vielseitigsten Seite. Wir durchkreuzten die Wüste der versteinerten, aus dem Boden ragenden Wurzeln, wunderten uns stark über einen pink farbenden See, bestaunten die atemberaubenden Schluchten durch das Fenster der Natur, respektierten die langen Roadtrains als Könige der Highways, fütterten hautnah wilde Delfine, beobachteten eine Haimahlzeit, besuchten den Berg der frechen Zwerge und zählten ermüdet die Sternschnuppen zum Einschlafen. Ein Höhepunkt war eine lang ersehnte Schnorcheltour im kristallklaren Wasser entlang wunderschöner Riffe zusammen mit den unterschiedlichsten Fischen sowie gigantischen Buckelwalen, Zitronenhaien, Rochen, Schildkröten und Seeschlangen. Auf beeindruckende Tuchfühlung ging es schließlich mit dem weltgrößtem, aber zahmen Fisch, dem Walhai! Unser nächster Reiseabschnitt führt uns weg von der Küste und zieht uns unfreiwillig tausende Kilometer durch das staubige Inland, hinauf nach Darwin. Möge der Van diesen Weg unbeschadet überstehen und uns der Norden ebenso verzaubern wie es der Westen mit Bravour getan hat! Übrigens, es ist offiziell Streckenhalbzeit bei der Umrundung Australiens und unser Entdeckungsdurst ist noch lange nicht gestillt…

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Perth

Perth City, Perth Hills, Kinross
27.04.2011

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Am Anfang unserer großen Reise war es ein weit entferntes und kaum vorstellbares Ziel! Voller Freude und staunend, wie schnell die Zeit bisher verging, sind wir endlich angekommen in der sonnigsten Stadt Australiens und Hauptstadt des Westens; Herzlich willkommen in Perth! Kleiner und kompakter als die Metropolen Sydney und Melbourne, aber weitaus lebendiger als das verschlafene Adelaide wirkt Perth mit seinen gläsernen Riesen und übersichtlichen, gepflegten Parks. Derzeit bereitet sich die Stadt mit aufwendigen und flächendeckenden Renovierungs- und Bauarbeiten auf sein bisher größtes Ereignis vor; ein Gipfeltreffen der Staatschefs aller Länder unter britischer Flagge! Gekonnt schwammen wir mit dem Menschenstrom durch die City und ließen uns zwischen den Glasbauten von warmen Sonnenstrahlen verwöhnen. Etwas abgelegen vom Zentrum der Unrast genießen wir noch immer in familiärer Atmosphäre die australische, beispiellose Gastfreundschaft. Zusammen wird gekocht und gelacht, kulturelles ausgetauscht und voneinander gelernt. Wir schnupperten in das Ambiente eines klassischen Autokinos, überzeugten uns hautnah vom australischen Volkssport Football, bezwangen Pferde und versenkten Golfbälle in botanischem Ambiente. Eine schöne Zeit der unterschiedlichsten und fröhlichsten Eindrücke liegt hinter uns, ständig neue überraschende Momente lassen keinen Platz für Rückblicke. Leider sind all die wundervollen Erlebnisse alles andere als eine Wohltat für die Geldbörse und aus diesem Grund werden wir Perth und unserem Gefährt den Rücken zu kehren müssen, zumindest für eine Weile! Der Flug ist gebucht. Ein gemeinsamer Entschluss befördert uns für ca. zwei Monate tausende Kilometer zurück in altbekanntes, kühles Niemandsland mit reichlich Futter für die Reisekasse. Zurück an den Baum… zurück nach Araluen!

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Sunset Coast

Margaret River, Bunbury, Mandurah, Fremantle
03.04.2011

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Bei wochenlang anhaltender Hitze, absoluter Trockenheit und purem Sonnenschein können wir uns den frischen Brisen des indischen Ozeans nicht entziehen und beschlagnahmten einen Strand nach dem Anderen. Nicht nur die Haut, auch unsere Bodyboards wurden zum Glühen gebracht und stetig neue Wellen erobert. Die australische Strandkultur hat uns in ihren Bann gezogen! Eine seltene Abwechslung boten uns u.a. Delfine, die sich neugierig und vergnügt im kühlen Nass mit unter die Badegäste mischten sowie winzige, lustige Pinguine welche zur Fütterungszeit aufgeregt herum schwammen.
Zudem genossen wir die außerordentliche Gastfreundschaft der Australier und erlebten einen wunderschönen Tag der gehobenen Klasse! Mit dem Boot ging es bei gewohnt heißem Wetter, immer dem türkis-farbenen Kanal folgend, vorbei an millionen-schweren Villen und unglaublichen Residenzen. Runter von der Wolke und weiter Richtung Norden besuchten wir, kurz vor Perth, einen der schönsten Vororte die sich eine Großstadt wünschen kann! Hereinspaziert und wohlgefühlt in einer Kleinstadt aus der Zeit der Ansiedlung, Fremantle. Ein beachtlicher Hafen mit schmackhaften Restaurants, einem schönen, erhaltenen Stadtkern sowie ein historisches und ereignisreiches Gefängnis entzogen uns für eine Weile dem gewohnten Strandalltag. Und auf diesen werden wir in den kommenden Tagen öfter verzichten, denn nur ein Katzensprung entfernt liegt die isolierteste Großstadt der Welt und unser nächstes großes Ziel, Perth!

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Süd-West Australien

Esperance, Hyden, Albany, Valley of the Giants
19.03.2011

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Kaum hatten wir die Ost-West Verbindungsstrecke durch die Einöde gemeistert, überrumpelte uns der Westen mit einem Feuerwerk aus Naturschönheiten! Auf unserem Weg entlang der Küste luden Traumstrände mit ihren Millionen Jahre alten Felsformationen zur Verbesserung unserer Surftechniken ein. Täglich wurden wir von neuen Eindrücken gepackt, gefesselt und umgehauen! Vom Abendessen mit niedlichen Känguruhs, über den wohl spektakulärsten Bergaufstieg mit Wahnsinns-Ausblick, bis hin zu einer versteinerten Welle anmutenden Felsformation und einem Besuch im Tal der Riesenbäume. Unser erster Reiseabschnitt auf der anderen Seite Australiens war ein überwältigender Auftakt und zeigt, dass der Westen wesentlich mehr zu bieten hat, als einen Haufen Fliegen! Gespannt auf weitere, überragende Eindrücke setzen wir unsere Reise fort nach Perth, der Hauptstadt West-Australiens. Auf das uns der Westen weiterhin den Atem raubt…

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Nullarbor Ebene

Eyre Peninsula, Nullarbor Plain
12.03.2011

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Als wir Adelaide den Rücken zugekehrt hatten, und u.a. Australiens längsten Holzsteg (1,7km) bewanderten, bereiteten wir uns auf die Nullarbor Ebene vor! Nullarbor (lateinisch), bedeutet zu deutsch “Kein Baum” und ist das größte Stück Kalkstein der Welt. Durch diese flache Karstwüste führte unser Weg in den einsameren und trockeneren Teil Australiens, den Westen! Ca. 1500km (davon 146km kerzengerade Strecke) galt es zu durchschreiten, inklusive bangen, ob auch unser rollendes Bett so mitspielen würde. Ganz so baumlos war der Trip dann doch nicht und ausser einer überragenden Landschaft, ausgetrockneten Salzseen, blauem Himmel und friedlicher Savannen-Ruhe erfreuten wir uns im negativen Sinne über schwindelerregende Benzinpreise, Schwärme von neugierigen Fliegen, Armeen aus fleissigen Ameisen und einer Feldmaus die kurzerhand in den Van eingezogen war. Es wurde viel gefahren, geschwitzt und gemotzt! Aber selbst das war es Wert und bleibt eine schöne Erinnerung.

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Adelaide

Hahndorf, Adelaide City
03.03.2011

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Vor den Toren unseres nächsten großen Zieles machten wir einen Abstecher in Australiens erste und älteste deutsche Siedlung, Hahndorf. Zwischen Fachwerkhäusern, Bäckereien und heimisch anmutenden Bierstuben spazierten wir in einer Art vertrauter Atmosphäre und erfreuten uns an deutschen Artikeln wie Mondamin Soßenbinder, Malzbier und dem Allzweck-Gewürz Maggi! Deutsch gesprochen wurde jedoch nicht und Känguruh-Salamis holten uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Wir sind in Australien und das ist auch gut so! Im Anschluss an unsere “Heimexkursion” ging es langsam aber sicher in die Stadt der Kirchen und Parks. Adelaide empfing uns mit einem sympathischen Mix eines kleinen Städtchens und einer Prise Großstadt, umrandet und durchzogen von gepflegter Natur und göttlichen Bauten. In einem Zimmer hoch über der Stadt inklusive Fitnessstudio, Sauna und Schwimmbad kam der ausgleichende und verdiente Luxus zum engem Zuhause auf Rädern nicht zu kurz. Auch diesmal schlenderten, schlemmten und staunten wir in einer, unserer Meinung nach, bisher entspanntesten Bundesstaaten-Hauptstadt Australiens.

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Great Ocean Road

Torqay, Warrnambool, Mount Gambier, Naracoorte
24.02.2011

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Ein weiterer Höhepunkt unserer Australienreise war das Befahren der wohl weltschönsten Küste und zugleich dem längsten Kriegsdenkmal auf Erden, die Great Ocean Road! Auf unserem ca. 250km langem und kurvigem Weg entdeckten wir weit mehr, als wir geglaubt hatten. Klarer Himmel, Fahrtwind mildert das Brennen der Sonne auf der Haut, rechts bergauf das saftige Grün der Regenwälder, zur linken nach unten schiebt sich das azurblaue Wasser an die einsamen, wilden Strände, Freiheit mit einer Prise Meersalz liegt in der Luft. Wir fuhren, stoppten und fotografierten in Dauerschleife gespannt darauf welches Schauspiel uns als nächstes erwarten würde. Die riesigen Steinsäulen der 12 Apostel ragen majestätisch aus dem Wasser, bizarre und wunderschöne vom Wind und Wetter geformte Felsformationen prägen mit ihrer massiven Erscheinung das Küstenbild. Etwas Abseits der Küste stießen wir auf Wasserfälle in aufregender Botanik, staunten über tinten-blaue Kraterseen, stiegen hinab in Millionen Jahre alte Höhlen, entdeckten weisse Känguruhs, wilde Koalas und Emus sowie so manch andere Kreaturen! Wir genossen eine unglaublich facettenreiche Seite Australiens auf unserem wohl bisher schönsten Reiseabschnitt. Abende am Strand vor der untergehenden, rot-ausbrennenden Sonne lassen uns sicher sein, mit Australien die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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Tasmanien

Devonport, Hobart, Port Arthur, Wineglass Bay
14.02.2011

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Nach einer zehnstündigen Ozean-Achterbahnfahrt mit der riesigen Fähre erreichten wir australiens größte Insel, Tasmanien! Natürlich war unser rollendes Zuhause auch an Bord und wurde ebenfalls rübergeschaukelt. Im wesentlich frischerem Tasmanien zog es uns zu allererst, vorbei an bunten Feldern und grünen Bergen, quer durchs wilde Land in den Süden zur Hauptstadt Hobart. Gelassen schlenderten wir, entlang der Häuser und Gassen vergangener Epochen, durch die historische Stadt, besuchten den Wochenmarkt, die örtliche Hafendisco und stiegen auf den ca. 1,3km hohen Berg “Mount Wellington”, wo wir erst die atemberaubende Aussicht und später den Schnee genossen. Nach einem eintätigen Abstecher in die schaurigen Ruinen des 1833 erbautem Sträflingslagers in Port Arthur brausten wir entlang der tobenden Küste Richtung Wineglass Bay, einer der weltschönsten Strände. Weißer Sand, blaues Wasser und grau-rote Felsen ließen uns zur Ruhe kommen und wir atmeten tief durch, genossen den Augenblick und uns. Eine Woche Tasmanien mit seiner naturschönen Küste, den historischen Seiten und der farbenfrohen Landschaft waren durchlebt und erlebt. Zeit, zurück zum Festland zu “schaukeln” um weitere Kostbarkeiten Australiens kennen zu lernen. Auf, zur Great Ocean Road!

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Melbourne

Wilson’s Prom Nationalpark, Melbourne City
03.02.2011

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Nach dreimonatiger Großstadt-Abstinenz und einer kurzen Verweildauer im atemberaubenden Wilston’s Prom Nationalpark, vor den Toren unseres Ziels, traf uns die geballte Ladung dieser australischen Metropole. Willkommen im gigantischen Ameisenhaufen Melbourne! Mit Freunden aus der Pfirsisch-Szene wurde feucht-fröhlich der “Australia Day” im schillernden Nachtleben gefeiert. Wir genossen den Mix aus Trubel, Hektik und Gelassenheit. Spazierten durch einen Wald aus riesigen, gläsernen Gebäuden, ließen unser Geld in den vielen, bunten Läden und entspannten in den gemütlichen Cafés am Yarra-River. Für den nötigen Überblick und für ein paar schöne Fotos ging es hoch hinaus in die 88. Etage. Nach einer Woche und mit einem leichten Zivilisations-Schock drehen wir Melbourne den Rücken zu, denn Reisende soll man nicht aufhalten! Und schließlich wartet schon unsere Fähre auf uns! Wohin?… ins Naturwunderland Tasmanien!

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Süd-Ost Australien

Jervis Bay, Batemans Bay, Narooma
24.01.2011

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Ein wichtiger Abschnitt unserer Reise ging zu Ende. Das letzte Lunchpaket wurde vorbereitet, unser letzter Pfirsisch wurde gepflückt & verpackt und nach einer spritzigen Abschiedsfeier wurden wir mit heiterem Applaus und schweren Herzens in die Freiheit entlassen. Das Kapitel Araluen war zuende! Weit weg von Kühen, Bergen und Steinfrüchten erforschten wir das brisante Küstentreiben. An einem der weissesten Strände der Welt sahen wir Delphine im blauen, kristallklarem Wasser spielen, Rochen und Seerobben tummelten per Du am Ufer herum und ein aufregendes Wetterschauspiel war eine perfekte Abrundung für die erste Brise in Freiheit. Nun geht die Reise weiter nach Melbourne, denn am 26. ist der australische Nationalfeiertag und wir sind diesmal nicht in den Bergen!

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Araluen

Wisbey’s Orchards, Pfirsischfarm
09.10.2010 – 02.07.2011

Seit drei Wochen und bis vorraussichtlich Mitte Dezember arbeiten wir bei Regen, Wind und gnadenlosem Sonnenschein auf einer Pfirsischfarm um unser Reisebudget aufzubessern. Abgeschottet und ohne jeglichen Empfang hausen wir auf dem Campingplatz der Farm in unserem Dauerpatient, dem Van. Zwischen den verschiedensten Persönlichkeiten aus Frankreich, Schottland, Wales, Italien, Irland und Australien wird es nie langweilig oder trist. Beim sonntäglichen Barbecue lassen wir die Woche ausklingen und freuen uns schon darauf, unsere Reise fortzusetzen.



Noch immer abgeschottet vom Rest der Welt arbeiten wir fleissig daran unser Urlaubsbudget aufzubessern, mit Erfolg!
Der Van hat seine Sanierung hinter sich, ich pflücke Pfirsische und Bianka verpackt sie dann. Das Leben ist hart in Araluen, doch wir sind härter und bleiben vorraussichtlich bis Januar. An den seltenen freien Tagen hat es schon die eine oder andere Feier gegeben, sei es im Pub oder auf dem Campingplatz. Mit Menschen aus sämtlichen Ländern wird’s einfach nicht langweilig. Leute kommen und gehen, und bald sind auch wir wieder on Tour. Und wenn wir nicht von der Leiter gefallen sind, dann pflücken wir noch heute…



Tage, Wochen und Monate vergingen fast wie im Flug auf der Farm. Wir haben den 15. Januar für unseren Entlassungstag gewählt, kurz vor Ende der Pflück-Saison. Das ungewöhnlichste Weihnachtsfest, ein nüchterner Jahreswechsel und die seltsamsten Wetterumschwünge liegen hinter uns. Bittere Kälte, Temperaturen über 40 Grad, Regengüsse ohne Ende und Gewitter, die die Nacht zum Tage werden lassen, zählen zu unseren vielen Farmerfahrungen. In knapp zwei Wochen geht ein sehr wichtiger Abschnitt unserer Reise zu Ende. Wir haben genug Futter für die Reisekasse und unser Soll für ein zweites Visum fleissig erarbeitet. Zeit, vieles neues zu Entdecken und es uns gut gehen zu lassen… wir haben es uns verdient!



Und es war, als wären wir nie weg gewesen… Von West nach Ost, von Zivilisation in die Natur und von der Freiheit zurück an den Baum. 22.000 Pfirsisch- und Nektarinenbäume mussten vom winterlichen Ast-Wildwuchs befreit und in Form geschnitten werden. Nun hieß es zittern am frostigen Morgen und schwitzen in der Nachmittagshitze. Wir arbeiteten fleissig und zügig, waren stets auf der Hut vor den scharfen Klingen der hydraulischen Scheren und zählten gelegentlich mal die Finger. Und wenn die Finger mal nicht allzusehr schmerzten, wurde zur Abwechslung die saftige Botanik Abseits der Strasse mit dem Motorrad erkundet. Mit Abschluss dieser Saison ist der komplette Zyklus eines Pfirsischbaumes erfahren worden, wir haben die Bäume beschnitten, die Frucht ausgedünnt und schließlich gepflückt und verpackt. Stolz blicken wir auf weitere zwei Monate harte Farmarbeit zurück und erfreuen uns an neuen Erkenntnissen, sowie am unerwartet, kräftigen Zuwachs in unserer Reisekasse – der Ansporn zu neuen, aufregenden Taten!

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Südlich New South Wales

Wollongong, Shellharbour, Kiama, Ulladulla, Batemans Bay
10.10.2010

Mit der reparierten Kutsche ging es wieder Richtung Süden. Vorbei am “Ankunftshafen” Sydney und unserem beliebten Übernachtungsdomizil dem Royal National Park fuhren wir entlang der Küste um Neues zu entdecken. Und es gab reichlich zu sehen! Auf den abenteuerlichsten und steilsten Straßen erreichten wir verschlafene Kleinstädte, rasteten an einsamen Stränden zusammen mit wilden Känguruhs und trafen auf bunte Vögel in den saftig-grünen Regenwäldern. Die Landschaften wechseln so schnell und kontrastreich wie das Wetter, genauso schnell wechselte unsere Freizeit in isolierte Farmarbeit. In einem tiefen Tal hinter einer Bergkette ohne jeglichen Empfang hausen wir nun mit einer bunten Truppe aus Italienern, Schotten, Australiern und Engländern und arbeiten auf einer Pfirsischfarm. Ist unser Konto aufgefüllt und der Freiheitsdrang groß, wird Australien weiter erobert….

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Brisbane

Dreamworld, Brisbane, Surfers Paradise
27.09.2010

Entgegen unserem eigentlichen Ziel, zog es uns anläßlich Bianka’s Geburtstag gen Norden nach Brisbane. 917 Kilometer lagen vor uns auf dem Weg ins Dreamworld, eine Welt aus Achterbahnen, Wasserrutschen und wilden Tieren. Auch hier galt, der Weg ist das Ziel! Verschlafene Orte, einsame Strände und wunderbare Eindrücke…bis der Wagen den Geist aufgab (Kupplung/Getriebe im Arsch)! Immerhin hat er 10 Tage gehalten…Abschleppdienst – Werkstatt – Motel – Superhohe Rechnung! Spenden bitte auf unser Konto :-(

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Sydney

Holiday Inn Old Sydney
04.09.2010 – 18.09.2010

Angekommen am definitiv anderem Ende der Welt, unserem eigentlichen Ziel, Sydney. Bei blauem Himmel und angesteckt von der australischen Gelassenheit, beschnupperten wir die Aussies, beobachteten das hektische Treiben und bewunderten die atemberaubende Botanik. Als vorläufige Urlauber nahmen wir mit, was immer nur ging, in unserer ersten Woche Down Under. Ein kleiner Auszug der ersten Eindrücke von der Stadt, in der alles beginnen soll…


Nach einer Woche Sightseeing nutzten wir die zweite Woche um ein neues Zuhause zu finden… ein Auto!
Ein 1990er Mitsubishi Express wurde ergattert, gewaschen und “bewohnbar” gemacht. Wir genossen die letzten Tage im 5 Sterne Luxus bevor es mit unserem neuem Heim auf Rädern zum Nächtigen in den Royal National Park ging. Weg vom Trubel der Großstadt und hinein in die Natur zwischen Kakadus, Waranen und Rehen entspannten wir einige Tage direkt am Wasser und für lau :) Der Anfang einer langen Reise…

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Hong Kong

InterContinental Hong Kong
31.08.2010

Mit voller Wucht traf uns das asiatische Klima mit hitziger Schwüle und erschöpfender Wärme. Tapfer erkundeten wir Hong Kong Island und das Festland, stiegen hinauf zum Buddha, verschwanden zwischen Wolkenkratzern und genossen die außerordentliche Gastfreundschaft im Hotel. Erlebnisse und Momente unseres Hong Kong Aufenthaltes…

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Berlin – Der Beginn

Abschiedsfeier “eine kleine Sause”
21.08.2010


Wir danken allen für das zahlreiche Erscheinen und die vielen Glückwünsche! Da kann ja nichts mehr schief gehen…

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